Sie sind hier: Brandschutzerziehung



Brandschutzerziehung

Brandschutzerziehung in der Neuzeit, ist bei der Feuerwehr Hanau, kein Fremdwort. Bereits in den 70er Jahren führten die einzelnen Stadtteilfeuerwehren und das Brandschutzamt, Brandschutzerziehung in den verschiedensten Formen durch. Kindergärten und Schulen besuchten die Feuerwehren in ihren Feuerwachen. Hier wurde den Kindern, mehr oder weniger spielerisch, die Feuerwehr vorgestellt und das Verhalten im Brandfall vermittelt. Vereinzelt wurden Schulklassen in ihren Schulen besucht und Brandschutzerziehungs-Unterricht durchgeführt. Tage der offenen Tür boten auch immer wieder die Möglichkeit mit Kindern, Brandschutzerziehung zu betreiben. Ein einheitliches Konzept bestand jedoch nicht. Ebenfalls waren Unterrichtsmaterialien kaum oder gar nicht vorhanden.

So kam es das sich eine kleine Gruppe von Feuerwehrleuten aus dem Stadtteil Klein-Auheim und dem Brandschutzamt ( Martina Schönhals, Harald Uschek später Timo Ross, Stefan Heilmann, Stefan Schönberg und Karlheinz Ladwig ) am 21.10.1997 zusammensetzten und versuchten eine klare Richtlinie zu erstellen und vor allem Unterrichtsmaterialien zu sichten und zu beschaffen. Von nun an traf sich diese Gruppe regelmäßig in einem Abstand von 8 bis 10 Wochen und schnell wurde ein Konzept sichtbar. Mit dem Inkrafttreten des Hess. Gesetzes über den Brandschutz, die allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz ( HBKG ), welches am 17. Dezember 1998 in Kraft trat, wurde die Brandschutzerziehung gesetzlich festgeschrieben. Hier mußte nun kein neuer Arbeitskreis gegründet werden, die Ergebnisse des vorhandenen Arbeitskreises hatten nun auch eine rechtliche Absicherung. Das Ergebnis mühsamster Kleinarbeit ist heute eine Ausbildungskiste mit den verschiedensten Ausbildungs- und Übungsmaterialien für den Brandschutzerziehungsunterricht im Kindergarten und in der Grundschule. In mehreren Probeunterrichten in der Klein-Auheimer Grundschule, im Hort und in den Kindergärten wurden die Materialien erprobt, verbessert und ergänzt. Im März 2001 wurden nun 7 Ausbildungskisten an die Feuerwehren und das Brandschutzamt der Stadt Hanau übergeben. Eine Klappmaulpuppe wurde speziell für die Feuerwehr Hanau erstellt. Sie ist ein Mädchen in Feuerwehruniform und hört auf den Namen Florentine. Der Name wurde in einem Wettbewerb unter den Jugendfeuerwehren der Stadt Hanau ermittelt. Der Namensgeber war die Jugendfeuerwehr des Stadtteils Grossauheim. Mit der Übergabe der Ausbildungskisten und der Handpuppen begann auch eine neue Ära der Brandschutzerziehung in der Stadt Hanau. Von nun an arbeiteten Mitglieder aller Stadtteilfeuerwehren im Arbeitskreis aktiv mit. Den Vorsitz teilen sich von diesem Tag an Timo Ross (Wolfgang) und Karlheinz Ladwig (Klein-Auheim). Regelmäßig treffen sich die Ausschußmitglieder zu ihren Sitzungen. Hier werden neue Materialien gesichtet und beschafft, hier werden Ausbildungsveranstaltungen besprochen und vorbereitet. Höhepunkte war die Präsentation der Brandschutzerziehung beim Infotag der Stadt Hanau 2002, auf dem Marktplatz und der Aktionstag der Hanauer Brandschutzerziehung am 24.09.2002 mit ca.1000 Kindern im Amphitheater. Workshops in Karlsruhe 2001 und in Kassel 2002 wurden besucht. Hier wurde das Konzept der Hanauer Brandschutzerziehung vorgestellt und fand reges Interesse. Der Hanauer Ausbildungsordner ( Ordner mit Folien für die Grundschule ) wurde anschließend an die Brandschutzerziehungs-Arbeitskreise der Länder Schleswig-Holstein, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Hessen verschickt und dient dort als Grundlage für die Erstellung ähnlicher Ordner.

Am 20. Und 21.09.2003 fand der erste 2 Tage Workshop in Hanau statt. Am 20.09.2003 konnte ein externer Trainer gewonnen werden, der den anwesenden das Puppenspiel mit Klappmaulpuppen näher brachte, am 21.09.2003 wurde ein Konzept über einheitliche Brandschutzerziehung erarbeitet. Im Januar 2004 begann die Arbeit mit behinderten Mitmenschen. Nach einem langen, erfahrungsreichen Weg, ist die Brandschutzerziehung ein fester Bestandteil in der behinderten Betreuung, der Stadt Hanau. Mittlerweile stehen Besuche der Hauptfeuerwache, von Kindergärten, Schulen und Betreuungen aus Hanau und der Umgebung fast täglich auf der Tagesordnung. Brandschutzerziehung ist im öffentlichen Leben, der Stadt Hanau, nicht mehr wegzudenken.

Selbstverständlich kostet Brandschutzerziehung Geld. Bis Mitte 2000 trug ausschließlich die Stadt Hanau die Kosten hierfür. Durch eine großzügige Spendenaktion ermöglichte die Stadtsparkasse Hanau, im Sommer 2000, die Übergabe zweier Bücher an alle Kindergärten der Stadt Hanau. Die Bücher handeln ausschließlich über die Feuerwehr und sollen fördernd zur Brandschutzerziehung, im Vorfeld von den Erziehern, eingesetzt werden. Um in Zukunft eine effektive Brandschutzerziehung weiter betreiben zu können, sind neben dem finanziellen Einsatz der Stadt Hanau, weitere Spendenaktionen gerne gesehen und erwünscht.


Verfasser und Ansprechpartner für den Bereich Brandschutzerziehung

Stand 05.06.2005
Karlheinz Ladwig
Feuerwehr Hanau

Zurück

Weiter